Alnatura Campus

Darmstadt, Deutschland

Mit der Alnatura Arbeitswelt ist ein architektonischer Meilenstein in puncto Nachhaltigkeit, Materialeffizienz, Offenheit und moderner Arbeitsformen entstanden.

Das Gebäude auf dem Grundstück der ehemaligen Kelley-Barracks, bei dem kaum etwas an ein herkömmliches Bürohaus erinnert, bietet auf drei Etagen Platz für bis zu 500 Mitarbeiter. Für den 55000 Quadratmeter großen Alnatura-Campus wurde das ehemalige Kasernengelände umfassend renaturiert: Versiegelte Flächen wurden aufgebrochen und das anfallende Material in den Freiflächen verbaut. Mit einer Bruttogeschossfläche von 13500 Quadratmetern ist der schlichte Bau das größte Bürogebäude aus Lehm in Europa. Die in Stampflehmtechnik erstellten Wände enthalten nicht nur Lehm aus dem Westerwald und Lavaschotter aus der Eifel, sondern auch recyceltes Material aus dem Tunnelaushub des Bahnprojekts Stuttgart 21.
Die Alnatura Arbeitswelt folgt den Grundsätzen einer ganzheitlichen, nachhaltigen Architektur, was sich unter anderem in der DGNB Zertifizierung in Platin ausdrückt. Es ist ein hochleistungsfähiges Haus mit einem geringen Energieverbrauch und optimiertem Innenkomfort, das ressourcenschonend unter dem Einsatz natürlicher und wiederverwendeter Materialien entstanden ist. Der Einsatz ökologisch unbedenklicher Baustoffe führt zu einer Reduktion der mit dem Bau verbundenen Umwelteinwirkungen und verbessert wesentlich die Ökobilanz eines Gebäudes.

Besondere Anforderungen an die Raumakustik
Der offen gestaltete Gebäudeentwurf stellte die Planer auch bezüglich einer guten Raumakustik vor besondere Herausforderungen. Neben den Themen Architektur, Nachhaltigkeit und Materialeffizienz musste auch dafür Sorge getragen werden, dass das Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter den hohen Anforderungen an eine gute Büroakustik genügt. Dies wird unter anderem durch die Berücksichtigung der streifenförmig in die Betondecke eingebetteten Sorp10® Schallabsorber erreicht. Sorp10® Schallabsorber verfügen einerseits über einen schallabsorbierenden Kern aus recyceltem Altglas und können andererseits langfristig betrachtet selbst recycelt werden, was die Nachhaltigkeit dieses Schallabsorbers unterstreicht. Sorp10® hat auch einen geringen Einfluss auf den thermischen Wirkungsgrad. In dem Bürogebäude wird die passive Wärmespeicherfähigkeit des Betons mit der Schallabsorptionsfähigkeit der eingelegten Sorp 10® Schallabsorber intelligent kombiniert. Neben dem akustischen Komfort wird somit auch der thermische Komfort sichergestellt und ein weiterer Beitrag zur Energieeffizienz geleistet.

Bauwerkstyp:

Bürogebäude

Bauherr:

Alnatura Produktions- und Handels GmbH
www.alnatura.de

Architekt:

Fachplaner:

Fertigstellung:

2019

Projektlink:


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